Landeskronstrasse Ecke Bautzner Strasse

Als die Ausstellung beendigt war, bot der Magistrat einen Teil des Ausstellungsgeländes zum Kauf an. Das fragliche Grundstück lag in der Landeskronstraße und grenzte an das bisher bewohnte in der Bautzener Straße. Der Magistrat hatte zur Bedingung gemacht, daß das baufällige Haus Nr. 29 abgerissen würde, Nr. 30 dürfte weiter bewohnt werden. Der Vorstand ging darauf ein. Um die Mittel für den Grundstückerwerb und für den Neubau zu beschaffen, wurde eine Provinzialkollekte beantragt. Bewilligt wurde aber nur eine solche für den Regierungsbezirk Liegnitz. Der Vorstand der Diakonissenanstalt wandte sich im Juli 1886 mit einer Bitte um Gaben an die Öffentlichkeit. Die Bauleitung wurde dem Maurermeister Gock übertragen. Am 15. Juli desselben Jahres wurde der Grundstein des neuen Diakonissen-hauses gelegt; die Ansprache des Superintendenten Schultze über 1. Petr. 2, V. 1 bis 5 klang in folgenden Worten aus: ,,Dann wird das vollendete Haus, will´s Gott, binnen Jahresfrist nicht bloß ein Wohnhaus wie viele, nicht nur ein Haus der Barmherzigkeit wie manche, sondern ein
E v a n g e l i s c h e s G e m e i n d e h a u s werden, wo die ewige Liebe ihren Arbeitstempel hat, wo die Gemeindeglieder empfangend und gebend aus- und eingehen, und wo täglich geistliche Opfer gebracht werden, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum.´´