Oberlausitzer Synodaldiakonie

Der Gedanke, eine Synodaldiakonie ins Leben zu rufen, hat seinen Ursprung in Schlesien und ist auch auf diese Kirchenprovinz beschränkt geblieben.
Der Vater dieses Gedankens war Pastor Paul Richter. Er forderte eine enge Verbindung der Diakonie mit den Kirchgemeinden. Dabei sollten die Mutterhäuser wohl Heimat der Diakonisse bleiben, aber die Verantwortung für die Arbeit und das Leben der Diakonissen sollte in überwiegendem Maße in die Gemeinden gegeben werden.

 

Im Jahre 1899 schlossen sich mehrere Kirchenkreise - Synodalbezirke - unter dem Begriff "Schlesische Synodaldiakonie" zusammen. Die Leitung des Gesamtverbandes lag in Görlitz.
Zu dieser Zeit gab es fünf Synodalbezirke in Schlesien:

 

den 1. mittelschlesischen Bezirk Wohlau, Lüben, Winzig
den 2. mittelschlesischen Bezirk  Strehlen, Ohlau
den 2. niederschlesischen Bezirk  Hirschberg, Landshut, Löwenberg, Goldberg
den 3. niederschlesischen Bezirk  Liegnitz, Mertschütz
den 1. Oberlausitzer Bezirk mit dem Mutterhaus Salem  Görlitz

 

Der Oberlausitzer Bezirk mit seinen Häusern in Görlitz hat in der Geschichte der schlesischen Kirche besondere Bedeutung. Er überlebte als einziger das Jahr 1945 und war Aufnahmestation für die Schwestern der anderen schlesischen Mutterhäuser. Auch das die Kirchenleitung der evangelischen Kirche von Schlesien in den Wirren und Kämpfen um die Neuorientierung in der Nachkriegszeit ihren Sitz in Görlitz nahm, ist Verdienst der Leitung und der Mitarbeiter dieses Hauses.

 

Mit Freude und Dankbarkeit können wir heute (Anm. d. R.: 2002) auf
100 Jahre Diakonie in Salem
zurückblicken.

 

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